Feuerwehrleute schaufeln Dächer im Katastrophengebiet frei

Im Landkreis hat sich die Lage im Schnee entspannt. Doch für die Rettungsdienste bedeutete das kein arbeitsfreies Wochenende. Feuerwehren, Technisches Hilfswerk und Rotes Kreuz waren in den Katastrophengebieten im Oberland im Einsatz. Sie räumten Dächer ab und versorgten Kameraden mit Essen.

Überlandhilfe  Bad Tölz

Landkreis – 47 Frauen und Männer, unter anderem aus den Feuerwehren Bruck, Eichenau, Gröbenzell, Mammendorf, Unterpfaffenhofen und Gernlinden schaufelten am Samstag das Dach eine Mehrzweckhalle in Reichersbeuern (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) frei. „Es war so groß wie die Wildmooshalle in Gröbenzell“, berichtet Thomas Steinle, Gruppenführer der Gröbenzeller Feuerwehrler. Der Schnee war so pappig und schwer, dass er nicht über eine Folienrutsche vom Dach befördert werden konnte. „Auch die Fräse funktionierte nicht.“ Mit Schneehexen – riesige Schaufeln – musste der Schnee an den Rand des Dachs geschoben werden. „Das war Knochenarbeit“, sagt Manuel Mai, Vize-Kommandant der Brucker Wehr. Aus seiner Truppe waren sechs Mann dabei.

Die freiwilligen Helfer zusammen für das so genannte Hilfeleistungskontingent zusammen zu bekommen, war kein Problem, berichtet Kreisbrandrat Hubert Stefan. „Innerhalb von einer Stunde hatten wir sie beisammen.“ Auch gestern waren 52 Feuerwehrleute im Katastrophengebiet im Einsatz.

Das Technische Hilfswerk wurde in die Kreise Miesbach und Garmisch-Patenkirchen beordert. Dort unterstützen die Männer des Brucker Ortsverbandes beim Transport von Schneeschaufeln, Betriebsstoffen und anderem. Ein weiterer Trupp schuftete auf Dächern in Wallgau. „Der Schnee ist 1,20 Meter hoch“, berichtet Zugführer Christoph Weßbecher.

Auch die schnelle Einsatzgruppe des Roten Kreuzes war mit 20 Helfern in Geretsried. Die mobile Küche ließ der Kreisverband Bruck in der Garage. Dafür wurden in der Rettungswache Feldküchen aufgebaut. Dort wurde für 1000 Feuerwehrleute gekocht - gestern Mittag Geschnetzeltes, berichtet Benjamin Miskowitsch vom Mammendorfer BRK. Er selbst bruzzelte Fleisch für 100 Liter Essen. „Das sind ganz andere Dimensionen.“ Ein Zugtrupp der Wasserwacht räumte gestern in Ruhpolding Dächer frei. „Wir stehen quasi auf dem Wasser“, sagte Kreisgeschäftsführer Rainer Bertram

Text: Fürstenfeldbrucker Tagblatt

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