Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Eichenau

 

1921

Eichenau war ein Ortsteil der Muttergemeinde Alling und offenbar eine aufstrebende

Siedlung. 1919 werden 227 Einwohner gezählt, 1922 bereits 839.

Am 15. Mai trafen sich im Gasthaus „Zur Post" 23 Männer aus Eichenau um zu

beraten, wie für Eichenau die Frage des Brandschutzes gelöst werden könne.

Da in der Siedlung Eichenau zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Löschgeräte

vorhanden sind, verständigten sie sich, fortan regelmäßig an Feuerlösch­übungen

im Gut Roggenstein mit der dort vorhandenen Saug- und Druckpumpe teilzunehmen,

um notfalls mit diesem Gerät Hilfe leisten zu können. Von diesem Zeitpunkt an hat demnach

faktisch eine Feuerwehr Eichenau-Roggenstein existiert, wenngleich noch nicht in Vereinsform organisiert.

Handdruckspritze aus der Gründerzeit

   

1923

Am 6.5. wird die vereinsmäßige Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Eichenau

nachgeholt, Adolf Pfaffinger wird zum 1. Kommandanten gewählt und ist somit

Gründer der Feuerwehr Eichenau, Ludwig Pfaffinger wird 1. Vorstand. Schriftführer

wird Hans Wirner, von dem die heute überlieferten Protokolle

aus den 20´er und 30´er Jahren stammen.

Die Eichenauer Feuerwehrmänner trugen Schutzhelme mit einem vom Dekorationsmaler Hans Wirner entworfenen Motiv,

einem über einer Eiche torartig aufgebautem Gemäuer (als Hinweis auf die frühere Burg Ruckenstein).

   

1924

In der Generalversammlung wird die allgemeine Uniformierung der Mannschaft beraten. Die Anschaffung von Helm,

Mütze und Rock zu RM 37,50 für alle erschien angesichts der knapp überstandenen Inflationskrise jedoch zu riskant.

Ludwig Pfaffinger übernimmt die Uniformanschaffung auf eigene Faust und will die Kosten durch Ratenzahlungen der

Interessenten wieder hereinholen. Da die Zahlungsmoral oder -fähigkeit der Betroffenen schlecht sind, kommt es zur

Pfändungsdrohung seitens der Herstellerfirma. Die Gemeinde Alling stellt dem Vorstand leihweise RM 930.- zur Verfügung,

die aus einer in Alling erhobenen Getränkesteuer stammen.

   

1925

Das Schuldenproblem aus der Uniformbeschaffung ist immer noch nicht gelöst, nach einem Rücktrittsangebot des 1. Kdt.,

des Kassiers und des Schriftführers legt die Generalversammlung jedoch dem Vorstand L. Pfaffinger auch aus anderen

Gründen den Rücktritt nahe. Dieser stimmt zu, wird von Max Eisenknöppel abgelöst und der Rest der Vorstandschaft wird

bestätigt.

Beim Großbrand in Oberroggenstein im Januar 1925, bei dem der Bullenstall abbrannte, musste die Eichenauer Feuerwehr

zum ersten Mal ihr Können unter Beweis stellen.

Im Sommer des selben Jahres konnten die Verhandlungen mit dem damaligen Münchner Druckereibesitzer Ruß

zum Abschluss gebracht und ein kleines Grundstück an der Niblerstraße erworben werden auf dem nach Plänen des

Dekorationsmalers Wirner ein Feuerwehrhaus errichtet werden soll:

In der Bauphase bewies sich der Gemeinschaftssinn der noch jungen Siedlung Eichenau im besonderen Maße. Auf Initiative

des rührigen Interessentenvereins e.V., der Bauherr und Besitzer des Feuerwehrhauses ist, und mit Hilfe großzügiger

Materialspenden entstand in Gemeinschaftsarbeit das heute nicht mehr existierende „alte Feuerwehrhaus"

(1982 wegen Baufälligkeit abgerissen).

Feuerwehrhaus an der Niblerstraße in späterer Form

Die Spender für das Feuerwehrhaus erhalten Urkunden, u.a. auch Adolf Pfaffinger selbst:

   

1926

Im Ort werden die ersten Versuche mit einer Alarmsirene gemacht, die jedoch vollständig misslingen, so dass die

Sirenenalarmierung vorerst nicht weiterverfolgt wird.

Das Drückebergertum ist zu diesem Zeitpunkt in der Wehr offenbar ein Problem, die Generalversammlung beschließt

1RM Strafe je versäumte Übung, es wird vorgeschlagen bei mehr als zwei versäumten Übungen den Kameraden einer

Pflichtfeuerwehr zu überstellen. Neuzuziehende haben zu diesem Zeitpunkt eine Meldepflicht gegenüber der Feuerwehr

Die Gemeinde Alling stellt an das Bezirksamt FFB ein Zuschussgesuch für die Anschaffung einer Motorspritze für die

Feuerwehr Eichenau-Roggenstein, da die nächste Handdruckspritze erst im 1½ km entfernten Gut Roggenstein

verfügbar ist und die nächste Feuerlöschspritze im  3½ km entfernten Alling steht. Der Angebotsumfang beläuft sich

auf 2900 RM für eine neue Motorspritze mit Anhänger und 1650 RM für die feuerwehrtechnisches Grundausstattung

mit Schlauchmaterial etc..

   

1927

Die Feuerwehr erhält im April durch die Gemeinde Alling-Eichenau ihre erste Motorspritze von der Feuerlösch- u. Metallwarenfabrik Robert Bühler & Co., München, eine Metz Pumpe, Leistung 350 l/min, 10PS auf Vollgummi-bereiftem 2-rädrigem Anhänger und einer fahrbaren Leiter für insgesamt 3.137 RM (widersprüchlich: 4500 RM Quelle Kreisfeuerwehr Chronik, zu klären) , wovon man sich auch eine verbesserte Dienstmoral versprach.

Leider erlitt die neue Motorspritze schon im gleichen Jahr die ersten Schäden, weil bei einem Großfeuer im Gut Germannsberg wegen Wassermangels mit Jauche gelöscht werden musste. In Alling war ebenfalls ein Einsatz zu verzeichnen.

   

1928

In Gemeinschaftsarbeit wird eine Schlauchtrockenanlage mit Seilwinde und Schlauchkranz im Feuerwehrhaus erstellt. Im Gemeindegebiet Eichenau ereignen sich zwei Brände, ein Heustadelbrand beim Metzer Gröbmeier in der Wiesenstraße und ein Fehlbodenbrand beim Schumacher Vollath in der Niblerstraße 27.

   

1929

Der Bau von Zisternen wird in Erwägung gezogen und vielfach diskutiert.

   

1930

Übungsbesuch und Strafgeldbezahlung lassen weiter zu wünschen übrig, die Gemeinde wird aufgefordert eine Pflichtfeuerwehr einzuberufen. Der Kommandant soll zur Ertüchtigung der Moral nach seinem Ermessen die Mitglieder der Pflichtfeuerwehr bei den Übungen der Freiwilligen Feuerwehr Spalier stehen lassen.

   

1931

Erste Instandsetzungsarbeiten am Feuerwehrhaus sind nötig, eine eigene Boxe für die Motorspritze wird eingerichtet. Gleichzeitig dient das Feuerwehrhaus wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage als Volksküche. . Die Feuerwehr zählt 137 Mitglieder, davon 23 passive.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums wird ein Stiftungsfest begangen.

   

1932

Der Bezirksfeuerwehrtag wird in Eichenau zusammen mit einem Sommerfest durchgeführt. Die Feuerwehr zählt 119 aktive, 54 passive und ein Ehrenmitglied, Bürgermeister Johann Neumaier.

   

1933

Nach den spärlichen Unterlagen aus dieser Zeit bestand die Freiwillige Feuerwehr am 11. 2. 1933 aus 135 aktiven und 51 passiven Mitgliedern. Eichenau zählt 1099 Einwohner.

   

1934

In der Generalversammlung werden Bernhard Geßler sen., Alfred Necke, Peter Schmölzl sen., Josef Vollath sen. und Wolfgang Zierzelmeier zu Ehrenmitgliedern ernannt.

   

1935

Bei der Generalversammlung der Feuerwehr am 9. Februar 1935 wurde Georg Wiesmeier zum 1. Kommandanten gewählt. Wiesmeier führte die Wehr während der folgenden schweren Kriegsjahre und leitete sämtliche Einsätze in dieser Zeit. Der bisherige Kommandant Adolf Pfaffinger bleibt Wehrführer und Oberbrandmeister der beiden Teillöschzüge Alling und Eichenau.

   

1936

Der Wehrführer Pfaffinger meldet den Vollzug der vom Landesbranddirektor angeordneten Bildung von Ortsfeuerwehren. Es bestehen die Teillöschzüge Alling mit einer handbetriebenen Saug- und Druckspritze und Eichenau mit einer Motorspritze.

 

Formelle Bestätigung von Adolf Pfaffinger als  Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Alling vom 22. Februar 1936

   

1938

Auf Anordnung der Parteiführung der NSDAP wurde die Feuerwehrkasse von der politischen Gemeinde übernommen.

   

1939

Der Landesbranddirektor teilte die Eingliederung der Gemeindefeuerwehr in den Bayerischen Landesfeuerwehrverband als vollzogen mit.

Der Tätigkeitsbericht des Wehrführers Pfaffinger berichtet vom Fußexerzieren nach den neuesten Vorschriften und von aufgestellten Waldwachen im Sommer. Ferner wird berichtet, dass die Feuerwehr mit einer Abordnung am 2. April nach München zur Führerrede abgestellt war, am 3. April an einem Propagandamarsch der NSDAP teilgenommen hat und am 9. April bei einer Wahlkundgebung dabei war.

 

   

1941

In der Gemeinde Alling/Eichenau gibt es kriegsbedingt eine Pflichtfeuerwehr. Ein TÜV Prüfbericht zur vorhanden Kraftspritze zeigt, dass immer noch die Pumpe aus 1927 im Einsatz ist, aber verschiedenste Mängel aufweist.

   

1942

Die Gemeinde kaufte für die Eichenauer Feuerwehrabteilung eine tragbare Motorspritze Größe II (TS8) mit einer Leistung von 800l/min einschließlich Transportwagen von der Firma Gugg aus Braunau/Inn für 3361 RM.

Am 21. Dezember 1942 erfolgt die erste Alarmierung zu einem durch Luftangriff ver­ursachten Brand in der Landeshauptstadt München. Bei der Turnhalle des Eichenauer Sportvereins ging ebenfalls eine Brandbombe nieder, allerdings ohne Schaden anzurichten.

   

1943

Zahlreiche schwere und zum Teil langwierige Brandeinsätze nach Luftangriffen. Die Feuerwehr Eichenau kommt an verschiedensten Brandstellen in westlichen und südlichen Stadtteilen Münchens zum Einsatz. In Eichenau stürzt ein abgeschossener amerikanischer Bomber an der Hoflacherstr. außerhalb der Bebauung ab.

   

1944

Als immer mehr Männer zum Militär einberufen wurden, wird am 26. Januar 1944 mit 18 Frauen und Mädchen eine weibliche Feuerwehr gegründet. Zur Gruppenführerin wurde Frau Rosa Schirlinger, eine 28-jährige Bedienung und Hausfrau ernannt.

Die neu gegründete Frauenwehr wird auch bereits am 22. Februar bei der Brandbekämpfung nach einem Luftangriff auf Olching eingesetzt.

Weitere schwere und auch gefährliche Einsätze in München folgen, die die Mannschaft an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit bringen. Einige der eingesetzten Wehrmänner sind erst 15 Jahre alt.

Auch in Eichenau fallen vereinzelt immer wieder Bomben, zum Glück werden nur Sachschäden in geringerem Umfang angerichtet.

   

1945

Die Brandlöscharbeiten in der Nacht vom 7. auf 8. Januar 1945 in München werden allen Beteiligten als schwerste Einsätze in Erinnerung. Die Löscharbeiten, die sich über 40 Stunden hinzogen, wurden durch die ständig vereisten Schläuche erschwert und die Männer kehrten völlig durchnässt und bei eisiger Kälte auf offenem LKW heim.

Die amerikanische Besatzungsmacht löste nach Kriegsende zunächst die Freiwilligen Feuerwehren auf, lässt sie im Herbst jedoch wieder zu nachdem sie von der Notwendigkeit der Feuerwehren überzeugt wurden.

   

1946

In der ersten Generalversammlung nach dem Krieg wird Georg Wiesmeier zum 1.  Kommandanten gewählt und hat nun die Aufgabe die Feuerwehr unter den neuen Voraussetzungen der Nachkriegszeit weiterzuführen. Franz Feicht wird stellv. Kdt., Max Eisenknöppel Vorstand. Um die Feuerwehr finanziell unabhängig zu machen, soll von jedem Hausbesitzer 3 RM pro Jahr erhoben werden.

   

1948

Der Gründer und langjährige Kommandant und Wehrführer Adolf Pfaffinger stirbt im Alter von 65 Jahren.

   

1949

Die Mitglieder der Feuerwehr wählten Albert Kroiß zum 1. Kommandanten. Georg Wiesmeier wurde in Anerkennung seiner großen Verdienste zum Ehrenkommandanten ernannt.

   

1950

Die Feuerwehr zählt 30 Mitglieder und hat einen Brandeinsatz zu verzeichnen.

   

1951

Bei der Generalversammlung am 17. Februar 1951 löste Walter Pfaffinger den Kommandanten Kroiß ab.

   

1953

Der Gemeinderat genehmigte den Kauf einer neuen Tragkraftspritze.

   

1954

Ein gebrauchtes Leichtes Löschgruppenfahrzeug LLG (Daimler) von der Gemeinde Flos bei Weiden wird zum Preis von 7000 DM gekauft.

Damit verfügte die Feuerwehr Eichenau zum ersten mal über ein eigenes Einsatzfahrzeug. Bis zu diesem Zeitpunkt musste das Einsatzgerät mit einem Privat-LKW zur Einsatzstelle gebracht werden.

Übung mit TS6/6 und LLG

   

1956

Die Generalversammlung am 17. November 1956 bestimmte Albert Wolf zum 1. Kommandanten, der die nächsten 28 Jahre die Feuerwehr führen wird. Hugo Fritz wird 2. Kommandant.

   

1957

Am 1.4.57 erhält Eichenau mit 3502 Einwohnern seine Selbständigkeit als Gemeinde. Die Feuerwehr heißt ab diesem Zeitpunkt Feuerwehr Eichenau und nicht mehr Alling-Eichenau.

Die Vereins-Standarte, die man von der FF Schöngeising erstanden und umgearbeitet hatte, erhielt am 18. Mai 1957 die Weihe. Mit den Feierlichkeiten war ein Festabend verbunden.

   

1959

Der Ehrenkommandant Georg Wiesmeier stirbt im Alter von 69 Jahren.

Wegen des ständigen Wachstums der Gemeinde erwies es sich als notwendig, ein modernes Löschfahrzeug LF 8 Opel-Blitz mit Vorbaupumpe zu kaufen. Es wird am 20.9.1959 von Pfarrer Otto Jorek eingeweiht und durch Bürgermeister Hans Kraus übergeben. Es ersetzte das alte LLG.

Albert Wolf mit dem neuen LF8 bei der Einweihung    Leonhard Walter als Maschinist am LF8

Ebenfalls in diesem Jahr begann die Gemeinde mit dem Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses an der Emmeringer Straße, das 1961 bezugsfertig wurde.

Bei der Generalversammlung im Herbst werden Johann Handelshauser zum Vorstand gewählt, Albert Wolf als 1. Kommandant bestätigt, Hugo Fritz sen. wird 2. Kommandant. Kassier ist Franz Schilling, Schriftführer Adolf Crome, 1. Maschinist Leonhard Walter, Zeugwart Hans Ranftl.

   

1962

Am 2. Juni erfolgte die offizielle Übergabe des neuen Gebäudes an die Feuerwehr.

Am Sonntag, den 3. Juni weihte Pfarrer Otto Jorek die neue Feuerwehrfahne. An der Feldmesse vor dem Kindergarten beteiligten sich 36 Feuerwehren und Vereine. Frau Lieselotte Köhler hatte sich als Fahnenmutter und die Freiwillige Feuerwehr Emmering als Patenverein zur Verfügung gestellt.

   

1964

Die Scheune des Ökonomen Hugo Rümmelein brennt am 19.09. ab. Als Brandstifter kann der 19-jährige Reinhard W. ermittelt werden.

   

1966

Zwei Löschgruppen der Feuerwehr Eichenau erstmals die Leistungsprüfung Löschgruppe mit Erfolg für die Stufe 1 in Bronze ab.

Die Kameraden Albert Wolf, Hans Fritz, Franz Oswald, Josef Steininger, Heinz Vesper und Leonhard Walter werden für 25-jährigen Feuerwehrdienst mit dem silbernen Ehrenkreuz ausgezeichnet (im Foto von links nach rechts).

   

1968

Die Feuerwehr zählt 37 aktive und 26 passive Mitglieder. In Unterroggenstein ereignet sich am 6. April ein Großbrand sowie am selben Tag ein Brand der Bahnböschung, ein Flächenbrand am Waldrand und ein Stallungsbrand in Alling.

   

1969

Am 10./11. Juni ereignet sich wieder ein Großfeuer in Roggenstein. Es handelte sich um Brandstiftung verursacht vom Eichenauer R. W., der innerhalb zwei Monaten 11 Brände gelegt hatte.

Der Gemeinderat entschließt sich, ein Tanklöschfahrzeug für ca. 90.000 DM zu kaufen.

   

1970

Eine Löschgruppe legt die Leistungsprüfung der Stufe 2 in Silber und eine weitere Gruppe in Bronze ab.

   

1971

Das 50-jährige Jubiläum der Feuerwehr Eichenau wird am 19./20. Juni mit Festabend, Fahrzeugweihe und Festzug unter Beteiligung von 34 Feuerwehren und Vereinen gebührend gefeiert. Martin Götzenberger, Hans Kugler, Theodor Ramelsberger, Rudolf Eberl und Hugo Fritz sen. werden für 25-jährigen Feuerwehrdienst geehrt.

Die Gemeinde Eichenau hat mittlerweile 6561 Einwohner und erhält nun ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 MB/Bachert mit Funksprechgerät an, das von Bürgermeister Alfred Rehm der Feuerwehr am 16.10. übergeben wurde. Die Kosten beliefen sich auf 101.042 DM.

TLF16 (mit nachgerüstetem Dachkoffer)

Auch das LF-8 wurde mit Funk ausgerüstet und im Gemeindegebiet wurden fünf Feuermeldestellen eingerichtet. Damit wurde ein großer Schritt zur Modernisierung und Erhöhung der Einsatzmöglichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr getan.

   

1972

In München finden die Olympischen Spiele statt und die Feuerwehren im Umkreis des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck, der während der Olympiade auch zivil als Ausweich­flughafen genutzt wird, übernehmen durch Bereitschaftsdienst einen Teil des Brandschutzes mit. Eichenau ist mit dem neuen Tanklöschfahrzeug beteiligt.

Eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 mit VW-Motor wird angeschafft und die Sirenen werden ab diesem Zeitpunkt per Funk über einen Funkwecker ausgelöst.

   

1974

Ein VW-Pritschenwagen mit Funkgerät kann für 19.000 DM als KLAF angeschafft werden und leistet die folgenden Jahre gute Dienste in vielfältiger Verwendung.

KLAF

Hermann Rubenbauer und Hans Ranftl werden für 25-jährigen Feuerwehrdienst geehrt.

In der Brandschutzwoche wird ein Tag der offenen Türe durchgeführt, der allerdings wenig Resonanz findet. Die Feuerwehr weist 43 aktive Mitglieder auf.

   

1975

Wegen der häufigen Fehlalarme beschließt der Gemeinderat, dass die öffentlichen Feuermelder wieder abmontiert werden sollen.

Wegen der Hochhausbauten in Eichenau und in den umliegenden Gemeinden wird die Anschaffung von Drehleitern nötig, die aus einem von den Bauträgern gestellten Fonds finanziert werden. Auch die Gemeinde Eichenau erhält damit eine Drehleiter DL30 MB/Metz.

Somit ist in der Eichenauer Feuerwehr ab diesem Zeitpunkt ein vollständiger Löschzug vorhanden.

DL 30

 

Für den Feuerwehrhausanbau, der am 12.06. begonnen wird, kann am 11.09. das  Richtfest gefeiert werden. Er kommt damit gerade rechtzeitig für die neue Drehleiter.

   

1976

Weihe des Feuerwehrhausanbaues und der neuen Drehleiter am 23. Oktober in Verbindung mit einer eindrucksvollen Schauübung.

Feuerwehrhaus mit neuem Hallenanbau

Albert Wolf und Hugo Fritz werden beide für 20-jährige Kommandantentätigkeit in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung am 19.11. geehrt.

   

1977

Ein neues LF8-schwer MB/Ziegler mit Allradantrieb wird als Ersatz für den 19 Jahre alten Opel Blitz angeschafft und am 5.11. vom zweiten Bürgermeister Herbert Schneller übergeben. Mit dem Fahrzeug werden auch vier weitere Pressluftatmer gekauft.

Damit ist ein moderner Löschzug komplett, der lange Jahre bis 1993 in dieser Form Bestand haben wird:

   

1978

06.10.: Übergabe von 4 Handfunksprechgeräten, die von der Sparkasse gestiftet wurden durch den zweiten Bürgermeister Landthaler.

Albert Wolf erhält für seine Verdienste das Deutsche Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber.

   

1980

Einem Grossbrand im Gut Oberroggenstein fallen am 29.02. Hühnerställe zum Opfer.

Ein Ölschadensanhänger ÖSA wird gekauft, mit dem die Einsatzmöglichkeiten bei Mineralöl­unfällen erheblich verbessert werden. Damit begibt sich die Feuerwehr auch auf das immer wichtiger werdende Feld der Umweltschutzeinsätze.

Des weiteren können drei neue Handfunksprechgeräte angeschafft werden.

   

1981

Mehrere Brandstiftungen sind in Eichenau zu beklagen: am 11.04. brennt das VFR Vereinsheim nieder, am 17.04. ein Pferdestall in der Roggensteiner Allee, bei dem drei Pferde und ein Esel umkommen.

Das 60-jährige Feuerwehrjubiläum wird am 4./5. Juli mit Festabend, Gottesdienst und Festzug gefeiert. Die Kameraden Albert Wolf, Franz Oswald und Leonhard Walter werden für 40-jährigen aktiven Dienst mit dem goldenen Ehrenkreuz ausgezeichnet, Wilhelm Frech für 25 Jahre mit dem silbernen Ehrenkreuz. Albert Wolf und Hugo Fritz werden für ihr 25-jähriges Wirken als Kommandanten geehrt.

Hugo Fritz tritt auf eigenen Wunsch gegen Jahresende von seinem Amt als 2. Kommandant zurück, August Handelshauser wird sein Nachfolger.

   

1982

Der Kamerad Reinhold Wiesmeier wird für 25 Jahre Feuerwehrdienst geehrt.

   

1983

Im Januar 1983 wird Eichenau zum Standort des Löschzug-Rettung (1.LZ-R) im erweiterten Katastrophenschutz erklärt. Er verfügt über keine eigenen Fahrzeuge und Geräte und ist damit eine reines Verwaltungsgebilde, dem neben Eichenau die Feuerwehren Germering, Unterpfaffenhofen, Puchheim Bahnhof und Althegnenberg zugeordnet sind. Hugo Fritz jun. ist Zugführer.

Am 16.04.83 können die Kameraden Theodor Ramelsberger und Hans Kugler für 40-jährigen aktiven Dienst mit dem goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen geehrt werden.

Der Brand einer Stallung in Gut Ober-Roggenstein und die Brandstiftung im neuerbauten Jugendzentrum sind die herausragenden Brandeinsätze im 1. Halbjahr 83. Um künftig noch wirkungsvoller Hilfe leisten zu können, erarbeitet der Kamerad Manfred Dietrich ein Hydrantenverzeichnis, das seitdem in allen Fahrzeugen mitgeführt wird.

Die zweite Jahreshälfte konfrontiert die Feuerwehr Eichenau gleich zweimal mit Einsätzen, bei denen gefährliche Güter beteiligt waren, einem Großbrand in einem Farbenlager in Puchheim-Bhf. und einem Giftgasunfall bei der Fa. Aldi, bei dem 41 Personen ärztlich behandelt werden mussten. Hier zeigte sich sehr augenfällig, dass mit dem zunehmenden Vorkommen von Chemikalien in Betrieben und auf den Strassen für die Feuerwehren in Zukunft völlig neue Herausforderungen auftreten werden.

   

1984

Die Friesenhalle wird im damaligen baulichen Zustand vom Landratsamt als feuergefährliche Versammlungsstätte eingestuft und eine Sicherheitswachdienst wird gefordert. Damit beginnt für die Feuerwehr wiederum eine neue Aufgabe, der sie sich seither bei allen größeren Veranstaltungen, insb. den Faschingsbällen, stellt.

Wegen Mangel an aktiven Mitgliedern, besonders an tagsüber verfügbaren, wird eine Mitgliederwerbung betrieben und man kann ´84 immerhin 13 Neueintritte verzeichnen.

Um den Anforderungen im Bereich Verkehrsrettung besser gerecht werden zu können, hat der Gemeinderat nach mehreren Anläufen der Anschaffung von Rettungsspreizer und -schere mit Zubehör zugestimmt, so dass diese bestellt werden können. Für die Unterbringung der neuen Geräte wird der Geräteraum des TLF16/25 komplett umgebaut.

Ebenfalls  begonnen wird der Umbau des Feuerwehrgerätehauses nachdem der Bauhof, der zuvor einen Teil der Räumlichkeiten belegt hatte, ausgezogen war. Die Umbauarbeiten erfolgen in sehr viel Eigenleistung mit Finanzierung des Materials durch die Gemeinde, jedoch ohne öffentliche Fördermittel. Es entsteht ein großer Schulungsraum mit ansprechender Innengestaltung, ein Raum für eine Küche im ehemaligen Kommandantenbüro und das Floriansstüberl wird umgestaltet.

   

1985

In der Jahreshauptversammlung wird eine neue Vereinssatzung verabschiedet. Im Anschluss daran erfolgt die Neuwahl der Kommandanten, da Albert Wolf aus gesundheitlichen Gründen das Amt, das er seit 1956 erfolgreich bekleidet hat, aufgeben muss. Gewählt wird August Handelshauser als 1. Kdt. und Franz Cappallo als Stellvertreter. Erstmals wird wegen des gewachsenen Anteils von Jugendlichen in der Sitzung mit Willibald Prestl auch ein Jugendwart gewählt.

Der Umbau des Feuerwehrhauses wird fortgesetzt, ein Büro bzw. eine Einsatzzentrale mit vorgezogener Fensterfront, die das Äußere jetzt entscheidend prägt, kommt an die Stelle eines ehemaligen Stellplatzes und der Eingangsbereich wird mit neuen Toren ausgestattet.

Am Pfingstsamstag, den 25.05.85, wird Albert Wolf im Beisein von Landrat Grimm, der Kreisbrandinspektion und Bürgermeister Niedermeier im Rahmen einer Feier als Dank für seine 28-jährige Kommandantentätigkeit zum Ehrenkommandanten der Feuerwehr Eichenau ernannt.

   

1986

Franz Cappallo gibt  sein Amt als stellv. Kommandant auf, da er als Berufsfeuerwehrmann lt. Feuerwehrgesetz keine Kommandantenposition besetzen darf. In der Jahreshaupt­ver­sammlung wird Manfred Dietrich zum neuen 2. Kdt. gewählt, Franz Cappallo wird als 3. Kdt. eingesetzt.

Der Schulungsraum erhält im Laufe des Jahres auch eine neue Möblierung incl. Fahnenschrank und aus Vereinsmitteln kann die Küche eingerichtet werden, in der seither unsere Köche immer für beste Verpflegung sorgen.

Der erste ernsthafte Rettungsspreizereinsatz fordert die Feuerwehr im September bei einem tödlichen Verkehrsunfall auf der B2 und zeigt, welche Belastungen damit auch zukünftig auf die Feuerwehrmänner zukommen werden. Allein im Verlauf des restlichen Jahres gibt es noch zwei weitere schwere Verkehrsrettungseinsätze.

Die Fahrzeughalle erhält im Nov. einen neuen Klinkerboden. Während dieser Zeit sind die Fahrzeuge im Bauhof ausquartiert und es wird von dort aus auch ein Brandeinsatz gefahren.

Am 4.11. findet die Kommandanten-Herbstversammlung des Landkreises in der Friesenhalle statt. Albert Wolf wird von Landrat Grimm als Kreisbrandmeister verabschiedet, August Handelshauser wird als sein Nachfolger vorgestellt. Adolf Schlegel erhält seine Ehrung für 25-jährigen Feuerwehrdienst.

   

1987

Auch dieses Jahr ist wieder von einigen schweren Einsätzen mit technischer Hilfeleistung geprägt. Einer schockt alle zu tiefts, im April wird die Feuerwehr alarmiert mit „Person im Baukran eingeklemmt". Das Unglücksopfer ist der 1.Kommandant August Handelshauser, der schwerste Kopfverletzungen erlitten hat und mit dem Notarzthubschrauber ins Augsburger Klinikum eingeliefert werden muss. Zum Glück ist er bald außer Lebensgefahr und kann im Laufe des Jahres sogar schon wieder aktiv den Feuerwehrdienst aufnehmen.

Die negativen Ereignisse rissen nicht ab, im Juli wurde ins Feuerwehrhaus eingebrochen und ein Fahrzeugfunkgerät und vier Handfunkgeräte wurden entwendet. Diese können noch im Lauf des Jahres ersetzt werden und die Ausrüstung für technische Hilfeleistung wird durch Hebekissen und Explosimeter ergänzt.

Im ehemaligen Stiefelwaschraum entsteht eine moderne Atemschutzwerkstatt und das Ende der umfangreichen Umbaumaßnahmen wird im November mit einer Feier begangen, die von der Gemeinde als Dank für die geleistete Arbeit spendiert wird.

   

1988

Ein von Manfred Dietrich entworfenes neues Wappen, das jetzt auch das Eichenauer Ortswappen enthält, wird als neues Vereinswappen eingeführt.

Auch dieses Jahr weist wieder gegenüber dem Vorjahr gestiegene Einsatzzahlen auf. Mit der Bestellung von 55 Funkmeldeempfängern wird in Eichenau das Zeitalter der „stillen Alarmierung" eingeläutet, da durch die beständig steigende Zahl insb. von Kleineinsätzen und technischen Hilfeleistungen eine Alarmierung über Sirene nicht mehr praktikabel ist.

Zum ersten mal erscheint zum Jahresende ein Rückblick, der seither jährlich herausgegeben wird.

   

1989

Der Brand der Aumühle in Fürstenfeldbruck am 21.03. wird als einer der eindrucksvollsten Einsätze vielen Kameraden unserer Wehr in lebhafter Erinnerung bleiben. Besonders unsere Drehleiter spielte eine große Rolle bei der Brandbekämpfung am historischen Turmbau. Ebenfalls im März wird der vom Landratsamt geforderte Funktisch in der Einsatzzentrale installiert, im April werden die Piepser an die Mannschaft ausgegeben und die stille Alarmierung in Kraft gesetzt. dass dies der richtige Weg war, zeigen die drastisch gestiegenen Einsatzzahlen in diesem Jahr, die sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelten und den vorläufigen Rekordwert von 191 erreichen. Maßgeblich beteiligt sind an dieser Zahl viele Hochwasser- und Insekteneinsätze im Sommer, aber auch herausragende Einzeleinsätze wie der Flächenbrand eines Getreidefeldes.

 

Mit einem Mehrzweckanhänger wird der Fuhrpark ergänzt.

Leider wird das gesamte Jahr vom sogenannten Löschwasserstreit überschattet. Unter­schied­liche Auffassungen über die Löschwasserversorgung der Sportanlage an der Budrio-Allee von Feuerwehr und dem 1. Bürgermeister Niedermeier eskalieren zu einem offen ausgetragenen Streit in dem der Bürgermeister auch vor öffentlichen Diffamierungen der Feuerwehr nicht zurückschreckt. Was die Feuerwehr in diesem Zusammenhang ertragen muss, obwohl sie offensichtlich im Recht ist, führt zum tiefen Zerwürfnis zwischen Bürgermeister und Feuerwehr und zu einer Motivationskrise, wie sie in der Geschichte der Feuerwehr einmalig ist.

Trotzdem ist die Mitgliederzahl auf einem Höhepunkt, erstmals wird die Weihnachtsfeier aus Platzgründen im Pfarrsaal veranstaltet.

   

1990

Die Orkane Vivian und Wiebke bescheren der Feuerwehr am 27.02. und 01.03. 125 Sturmeinsätze hintereinander, wobei bis zu 34 Stunden Dauereinsatz bis zur Grenze der Belastbarkeit der Einsatzkräfte angesagt waren und der 2. Kdt. Manfred Dietrich bei einem Unfall schwere Schnitt­ver­letzungen durch eine Kettensäge erleidet. Neben einigen Bränden, u.a. auch einem Kleinbrand im Feuerwehrhaus, verursacht von einer Malerfirma bei Renovierungs­arbeiten, sind in diesem Jahr wieder einige schwere Rettungsspreizereinsätze und außerordentlich viele Insekten­einsätze zu bewältigen, so dass sich am Jahresende die bisher nie erreichte Zahl von 251 Einsätzen ergibt.

In einem groß angelegten Tag der offenen Türe präsentiert sich die Feuerwehr der Bevölkerung und erfährt großen Zuspruch.

Der Kamerad Franz Cappallo kann auf 25 Jahre aktive Dienstzeit zurückblicken und wird mit einer internen Feier und mit der Verleihung des silbernen Feuerwehr-Ehrenkreuzes bei der Kommandanten-Herbstversammlung geehrt. Wesentliche Neuanschaffungen dieses Jahres sind ein Dampfstrahler und ein Be-und Entlüftungsgerät, sowie ein Fernsehgerät für Ausbildungszwecke.

   

1991

In der Jahreshauptversammlung werden die Kommandanten August Handelshauser und Manfred Dietrich wiedergewählt. Im Februar kommt es zum ersten Besuch der Kameraden aus Scharfenstein (Sachsen), die sich über die Arbeit der Feuerwehren in Bayern informieren wollen. Im Lauf des Jahres folgen weitere gegenseitige Besuche und ein Wohltätigkeitsball zur Unterstützung des Aufbaus der Feuerwehr Scharfenstein. Aus den Kontakten entwickeln sich eine enge Partnerschaft zwischen den beiden  Feuerwehren, viele persönliche Freundschaften und nicht zuletzt später die Verschwisterung zwischen Eichenau und Scharfenstein. Einsatzmäßig ist das Jahr durch mehrere Großbrände gekennzeichnet: Zwei landwirtschaftliche Anwesen brennen in Unter-Roggenstein, weitere in Wagelsried, Puchheim-Bhf. und Puchheim-Ort, Emmering, Esting und Germering. Wie sich herausstellt, handelt es sich um das Werk eines Brandstifters, der den östlichen Landkreis wochenlang in Atem hielt, zuletzt mit fünf Brandstiftungen in einer Nacht.

Um weiterhin auch gut für Einsätze mit technischer Hilfeleistung vorbereitet zu sein, nimmt die Feuerwehr Eichenau als erste des Landkreises gegen Jahresende an der Leistungsprüfung THL mit Erfolg teil.

   

1992

Die Kameraden August Handelshauser und Ernst Crome werden für 25-jährigen aktiven Dienst mit dem silbernen Ehrenkreuz ausgezeichnet.

Mit einem Eisrettungsgerät und Kälteschutzanzügen wird die Ausrüstung wieder ein Stückchen erweitert.

   

1993

Feuerwehrkommandantentreffen in Eichenau am 8.4. in der Friesenhalle.

Das neue LF16/12 MAN/Magirus kann im April in den Einsatzdienst übernommen werden und übernimmt als Ersteinsatzfahrzeug für Brand und technische Hilfeleistung die Funktion des alten TLF 16/25. Damit ist jetzt ein Fahrzeug vorhanden, das mit seiner universellen Ausrüstung der immer breiter werdenden Einsatzpalette optimal gerecht wird. Das Fahrzeug wird am 3.7. von Pfarrer Murr geweiht, von Bgm. Sebastian Niedermeier übergeben und der Bevölkerung im anschließenden Tag der offenen Türe mit all seinen Einsatzvarianten vorgestellt.

LF 16 /12 

Auch bei diesem Anlass sind unsere Kameraden aus Scharfenstein wieder präsent, zur Verschwisterung der Gemeinden Eichenau und Scharfenstein im September ist eine größere Gruppe unserer Kameraden im Gegenzug bei den Freunden im Erzgebirge vertreten.

   

1994

Ein von der Fliegerhorstfeuerwehr geschenkter Pulverlöschanhänger P250 BJ´63 wird in unseren Fuhrpark aufgenommen und in liebevoller Kleinarbeit komplett restauriert.

Im April sind jedoch eher wieder die Pumpen gefragt, denn ein Hochwasser im westlichen Gemeindebereich macht einen mehrtägigen Dauereinsatz notwendig.

Im Mai findet der Eichenauer Teil der Partnerschaftsfeierlichkeiten Eichenau/Scharfenstein statt und wird in wesentlichen Elementen von der Feuerwehr mitorganisiert und -gestaltet.

Der Großbrand eines Supermarktes in Puchheim Mitte September ist ein herausragender Brandeinsatz. Hier hätte das neue Tanklöschfahrzeug TLF 24/48 MAN/Metz schon gute Dienste leisten können, das Ende November aus Karlsruhe abgeholt und in Dienst gestellt wurde. Das Fahrzeug leistet als Ergänzungsfahrzeug bei schwierigen Löschwassersituationen ebenso gute Dienste wie bei der direkten Brandbekämpfung. Dies konnte bereits drei Wochen nach Inbetriebnahme bei einem Großbrand in Germering unter Beweis gestellt werden.

   

1995

Manfred Dietrich, der sein Amt als 2. Kommandant auf eigenen Wunsch zur Verfügung gestellt hat, wird in dieser Funktion von Dr. Willibald Prestl bei der Jahreshauptversammlung abgelöst.

Im Februar erschüttert uns der Tod unseres Ehrenkommandanten Albert Wolf, der seit 1941 der Feuerwehr angehörte und in 28-jähriger Kommandantenschaft die Feuerwehr wesentlich mitaufgebaut und gestaltet hat, zutiefst. Er wird unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und vieler Feuerwehrkameraden auch aus dem Landkreis am 25.2. feierlich beigesetzt

Das neue TLF 24/48, das seine Feuertaufe längst bestanden hat, wird am 13.5. kirchlich durch Pfarrer Murr geweiht  und in einem Tag der offenen Türe der Öffentlichkeit vorgestellt.

TLF 24/48

Das alte TLF 16/25 wird nach Scharfenstein gebracht, womit die Kameraden der Partnerwehr jetzt auch über ein wasserführendes Fahrzeug verfügen. Zur selben Zeit beginnt für die Feuerwehr durch die Anschaffung eines Computers das EDV-Zeitalter in der Vereins- und Einsatzverwaltung.

Im November können mehrere Gruppen der Feuerwehr als erste im Landkreis die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung in Gold ablegen.

Eichenau hat jetzt 10715 Einwohner.

   

1996

Die Feuerwehr besteht im Jahr des 75-jährigen Jubiläums aus 63 aktiven, 16 passiven und 43 fördernden Mitgliedern.

Im Mai nimmt eine Gruppe an einem traditionellen Feuerwehrwettkampf in Scharfenstein teil und belegt auf Anhieb den 4. Platz.

Als Ersatz für den 1974 beschafften VW-Pritschenwagen kann ein neues Mehrzweckfahrzeug MZF bestellt werden, das gegen Jahresbeginn ´97 zur Auslieferung kommen soll.

Das 75-jährige Jubiläum wird am 21. September unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung, der Eichenauer Vereine und der umliegenden Feuerwehren mit einem Fest­gottes­dienst, einem Festakt im Feuerwehrhaus und einem Tag der offenen Türe gefeiert. Ein Tanzabend rundete den gelungenen Tag ab, an dem auch der Kamerad Manfred Dietrich für 25-jährigen aktiven Dienst vom Landrat geehrt wurde.

   

1997

Bei der Jahrehauptversammlung am 21.02. werden die Kommandanten August Handelshauser und Dr. Willibald Prestl wiedergewählt.

Im Februar, am 15./16. können wir der Partnerfeuerwehr Scharfenstein zu Ihrer Fahnenweihe gratulieren, die Kontakte werden weiterhin z.B. im Mai beim traditionellen Feuerwehrwettkampf gepflegt.

Am 12. März gelangt das neue Mehrzweckfahrzeug MZF auf Mercedes Sprinter Fahrgestell mit Aufbau der Fa. Öttl nach langer Bestell- und Aufbauphase endlich zur Auslieferung. Es wird am 11.07. von Pfarrer Bauernfeindt gesegnet und von Bürgermeister Niedermeier offiziell der Feuerwehr übergeben.

das neue MZF

Die Unterbringung des Fahrzeuges wird mit einem Fertiggaragenanbau als provisorische Feuerwehrhauserweiterung Ende Oktober verbessert, gleichzeitig kann die Knappheit an Lagerfläche etwas gemildert werden.

Der Kamerad Reinhold Wiesmeier wird am 09.Oktober vom Landrad und vom Kreisbrandrat für 40-jährigen aktiven Dienst mit dem goldenen Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet.

   

1998

Die Kameraden Franz Handelshauser und Hans Hösch werden für 25-jährigen aktiven Dienst von Landrat Karmasin geehrt. Gerda Hasselfeld, Bundestagsmitglied und förderndes Mitglied, wir für Ihre Verdienste in Ihrem Herkunftswahlkreis mit der Bayerischen Feuerwehr Ehrenmedaille des LFV Bayern ausgezeichnet.

Der Gemeinderat beschließt die Anschaffung einer neuen DLK 23//12 für das Jahr 2000.

   

1999

Neuwahl des stellv. Kommandanten, Dr. Willibald Prestl stellt sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Als Nachfolger wird Rudolf Hutter gewählt.

Zu Pfingsten hält ein Jahrhunderthochwasser alle Feuerwehren des Landkreises tagelang in Atem. Die Amper und viele andere Gewässer treten über die Ufer und verwandeln den Lankreis in eine Seenlandschaft. Auch die Eichenauer Feuerwehr ist im ganzen Gemeindegebiet und in Nachbarorten pausenlos bis an die Grenze der Belastbarkeit im Einsatz.

Die Kameraden Sepp Spiess und Otto Wimmer werden für 25-jährigen aktiven Dienst geehrt.

Beim Atemschutz beginnt eine neue Ära, die alten Pressluftatmer werden komplett gegen 20 neue Sabre Überdruckatmer ersetzt.

   

2000

Der Start ins Jahr 2000 verläuft sehr ruhig, obwohl größte Bedenken wegen möglicher Computerpannen und damit verbundenen Ausfällen der ganzen Infrastruktur vorhanden waren. Ein vorsorglich im Feuerwehrhaus eingerichteter Krisenstab erweist sich glücklicherweise als überflüssig, der Start ins fälschlicherweise so bezeichnete neue Millenium verläuft reibungslos.

Nach 15-jähriger Dienstzeit als 1. Kdt. gibt August Handeshauser anlässlich seines 50. Geburtstages sein Kommandantenamt auf. Als Nachfolger wird Rudolf Hutter gewält. In seine Nachfolge als bisheriger stellv. Kdt. tritt Andreas Tretschok. Franz Cappallo wird neuer Vereinsvorsitzender.

Der erste Anfang dieser Internet Präsenz wird unter der Gemeindehomepage gemacht.

Ende November kann die lang ersehnte neue Drehleiter von der Fa. Metz abgeholt werden.

 

   
2001

Ein neuer hydraulischer Rettungssatz (Spreizer, Schere, Zylinder, Pumpenaggregat mit Schnellangriff) ersetzt den betagten alten Gerätesatz und bringt die FF Eichenau wieder auf den aktuellen Stand der Technik.

Damit wird die Ausstattung im Rettungseinsatz ebenso optimiert wie durch die Automatischen Externen Defibrillatoren (AED´s), die von der Gemeinde für Feuerwehr, BRK und das Rathaus angeschafft werden.

Am 22. September erhält die neue Drehleiter ihre offizielle Weihe. Die ursprünglich geplanten Feierlichkeiten hierzu und der Tag der offenen Türe entfallen zu Gunsten einer Stillen Trauer aufgrund der Terroranschläge in den USA am 11.09., bei denen Hunderte amerikanische Feuerwehrkameraden umkamen.

Christian Klemm wird für 25-jährigen aktiven Dienst geehrt.

   
2002

In der Jahreshauptversammlung wird eine neue Vorstandschaft gewählt, Sepp Spiess wird Vereinsvorstand, Rudi Hutter sein Stellvertreter, Hans Hösch wird Kassier. Schriftführer Christoph Glas und Jugendbeauftragter Andreas Cappallo werden im Amt bestätigt.

Für 60-jährige Mitgliedschaft in 2001 werden die passiven Mitglieder Josef Steininger, Franz Oswald, Leonhard Walter und Georg Weber von der Vorstandschaft geehrt.

Wie in 1999 gibt es wieder ein Pfingsthochwasser, das große Verwüstungen im Nachbarort Biburg anrichtet, aber auch einige Ortsteile Eichenaus stehen tief unter Wasser. Im August trifft das sog. Elb-Hochwasser den Osten Deutschlands und führt zum mehrtägigen Unterstützungseinsatz einer Gruppe der FF Eichenau mit dem LF-8 in Dessau zusammen mit ca. 60 anderen Mitgliedern von Landkreisfeuerwehren.

Im Bereich der Neuanschaffungen ist die Wärmebildkamera ein innovativer Meilenstein, außerdem wird begonnen die erste Generation Piepser von 1989 abzulösen.

Der Mitgliederstand der aktiven Mannschaft erreicht einen historischen Höchststand von über 70 Mitgliedern. Werner Heckes und Dr. Willibald Prestl werden für 25-jährige aktive Dienstzeit geehrt. Die Fahnenmutter Liselotte Köhler verstirbt im Juli.

   
2003 Achim Schweigstetter wird als Nachfolger von Andreas Tretschok zum stellv. Kommandanten gewählt.

In der Atemschutzausbildung erfolgt erstmals der Besuch einer Brandsimulatoranlage, der künftig öfter auf dem Programm stehen wird.

Im Bereich des Feuerwehrvereins ist ein außerordentliche aktives Jahr: Zusätzlich zum traditionellen Feuerwehrball veranstaltet die Feuerwehr erstmals den Lumpenball, um das Faschingsballangebot in Eichenau wieder attraktiver zu machen. Zum ersten mal wird auch der Maibaum mit der Unterstützung des Pfefferminzvereins von der Feuerwehr komplett beschafft, in traditioneller Weise hergerichtet und aufgestellt. Versuche ihn zu stehlen konnten abgewendet werden, jedoch gelang es unfreundlichen Kräften in den ersten Stunden des 1. Mai´s die Spitze rosa zu lackieren. Kurz danach beim Feuerwehrwettkampf in Scharfenstein war die FF Eichenau zunächst zum dritten mal in Folge Sieger, wurde dann wegen formeller Fehler disqualifiziert.

Die Teilnahme an drei Fußballturnieren zeigt hohes Engagement im Vereinssport und dank einiger Sponsoren verfügt unser Fußballteam jetzt auch über eigene Trikots. Damit die Gemütlichkeit nicht zu kurz kommt wird hinter dem Feuerwehrhaus in Eigenleistung ein Freisitz erstellt, der auch den Gemeinde Mitarbeitern zur Verfügung steht und im Sommer gerne in Anspruch genommen wird. Küche und Stüberl werden auch mit saniert.

Dem wachsenden Bedarf an Lagerflächen trägt die Aufstellung von zwei Baucontainern links neben dem Feuerwehrhaus Rechung.

Im Herbst feiert unsere Partnerwehr Scharfenstein feiert ihr 75 jähriges Jubiläum, die Radlrallye und ein Vereinsausflug über Passau per Schiff nach Linz mit Besuch des Feuerwehrmuseums in St. Florian runden das Vereinsprogramm ab. Durch die Umbauarbeiten in Pfarrheim muß die Weihnachtsfeier erstmals in der Fahrzeughalle stattfinden, eine neue Herausforderung für unserer Dekorateure.

   
2004 Rudolf Hutter legt sein Amt als 1. Kommandant nieder. Als Nachfolger wird am 02. April Achim Schweigstetter gewählt. Hendrik Cornell wird sein Stellvertreter.

Ein wichtiger Meilenstein 2004 ist die Beauftragung des HLF 20/16 und erste Baubesprechungen bei der Fa. Schlingmann.

Ein kleineres "Fahrzeug" kann direkt beschafft werden: ein gebrauchter Elektrostapler wird ersteigert, über Spenden refinanziert und komplett restauriert.

Die Ablösung unserer ersten Generation Piepser durch modernere und weniger wartungsbedürftige Geräte ist abgeschlossen worden.

 

Leonhard Walter, unser langjähriger Maschinist, kann seinen 80. Geburtstag feiern. Eine besonders Freude ist das Wiedersehen mit unserem alten Opel Blitz, der noch als Werbeträger fährt. Harti (s. auch das Bild von 1959) lässt sich eine Fahrt damit nicht nehmen.

Beim Wettkampf in Scharfenstein werden wir wieder Sieger, der Wanderpokal wird damit endgültig nach Eichenau geholt. Am 30.10.04 feierten die Gemeinden Scharfenstein und Eichenau ihre 10jährige Partnerschaft. Auch hier war die FF Eichenau wieder tatkräftig im Einsatz. Der Empfang am Freitag wurde im Feuerwehrhaus gefeiert

In der Gemeinde wird das Hochwasserschutzsystem im westlichen Ortsgebiet im Bereich des schwarzen Grabens fertig gestellt. Mitte des Jahres wird dem Gemeinderat erstmal der Konzeptentwurf einer Arbeitsgruppe für ein neues Feuerwehrhaus vorgestellt.

KBR Dieter Wurm feiert in der Friesenhalle Eichenau mit den 53 Feuerwehren des Landkreises Abschied vom aktiven Dienst.

Am Ende des Jahres ergibt sich eine Bilanz von 274 Einsätzen, die zweithöchste Zahl in der bisherigen Geschichte. Alleine 126 bei Sturmeinsätzen nach einem Orkan im August, aber auch sonst eine breite Palette auch schwerere Einsätze in allen Bereichen.

   
2005

Die Beschaffung des Beaver Hochwasserschutzsystemes aus Katastrophenschutzmitteln wird abgeschlossen und bringt zusammen mit den Hochwasserschutzmaßnahmen im westlichen Ortsgebiet deutliche Verbesserungen im Hochwasserschutz.

Dies wird z.B. im August bei kritischer Hochwasserlage deutlich. Eichenau bleibt von größeren Schäden verschont, die FF Eichenau ist jedoch mit der Besetzung des Katastrophenschutzlagers im Bauhof Eichenau stark im Einsatz bei der überörtlichen Versorgung anderer Feuerwehren mit Sandsäcken. Kritische Lagen ergeben sich in ganz Bayern. Eine Gruppe macht sich auf nach Kehlheim an der Donau, wird aber doch nicht benötigt und zurückbeordert.

Das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 von der Firma Schlingmann ersetzt im Oktober das betagte LF-8 von 1977 und wird neues Ersteinsatzfahrzeug der FF Eichenau.

Für die weitere Zukunft werden Meilensteine gelegt: ein Versorgungs-LKW wird in die Haushaltsplanung 2006 aufgenommen und ein Planungsauftrag für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Tannenstraße wird vergeben.

In Summe ist 2005 mit 132 Einsätzen ein eher ruhiges Jahr.

 

   
2006

 

Mit 285 Einsätzen ist 2006 das einsatzreichste Jahr in der Geschichte der FF Eichenau. Ursache hierfür waren zahlreiche klimatische Extremereignisse wie Stürme, Hochwasser und auch ein nie da gewesenes Schneechaos, das sogar dazu führte, dass eine Mannschaft überörtlich in Bodenmais im bayerischen Wald Hilfe leistete. Weitere ungewöhnliche Einsätze brachte die Vogelgrippe-Epidemie mit sich. Für viele Beteiligte war die Mitwirkung an der Absicherung des Besuches und des Gottesdienstes von Papst Benedikt in München-Riem ein Höhepunkt.

Im Bereich der Ausbildung können in einem umfangreichen Flashover Training in einer Brandsimulationsanlage 16 Atemschutzgeräteträger im Hinblick auf kritische Brandeinsatz-Situationen weitergebildet werden.
Die Jugendfeuerwehr führte zusammen mit den Jugendfeuerwehren aus Puchheim einen sog. Berufsfeuerwehrtag durch, in dem ein 24-stündiger Dienst mit zahlreichen simulierten Einsätzen durchgespielt wurde.

Die Planungsphase für den Neubau eines Feuerwehrhauses an der Tannenstraße beginnt und auch ein Versorgungs-LKW wird in die Finanzplanung aufgenommen.

Der Kamerad Franz Cappallo wird für 40-jährigen Dienst geehrt, Michael Schwab für 25-jährigen Dienst.

Notstromanhänger FF Eichenau

Ebenfalls beschafft wurde zur Notstromversorgung in Schulen oder Rathaus sowie für Großschadensfälle ein Notstromaggregat der Fa. ATLAS mit 80Kw. Diese wurde durch Mitglieder in Eigenleistung komplett überholt und in Feuerwehrrot lackiert.

   
2007

Mit großer Mehrheit billigte im Januar der Gemeinderat die Entwurfsplanung für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Tannenstraße als Ersatz für das zu kleine

und stark sanierungsbedürftige Feuerwehrhaus an der Emmeringer-Straße. Vorausgehend hatte ein Arbeitskreis der Freiwilligen Feuerwehr Eichenau das Raumkonzept entwickelt, welches auch die Unterbringung der Bereitschaft des Roten Kreuzes vorsieht. Baubeginn soll 2008 sein, der Einzug in 2009. Die Rodungsarbeiten werden in Eigenleistung im Sommer durchgeführt.

Kurz darauf hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit den Kauf eines gebrauchten Versorgungs-LKW´s genehmigt. Die Notwendigkeit hat sich aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre insbesondere bei größeren Naturkatastrophen wie Unwetter, Hochwasser, Schneechaos ergeben. Hier musste in der Vergangenheit immer wieder auf private Nutzfahrzeuge zurückgegriffen werden.

Bereits im April kann das Fahrzeug nach den feuerwehrtechnischen Umbauten in Betrieb genommen werden.

 

Die Gemeinde Eichenau feiert 100-jährige Namensgebung und 50-jähriges Jubiläum als selbständige Gemeinde. Die Feuerwehr Eichenau ist in der Vorbereitung und Durchführung von zahlreichen Veranstaltungen stark involviert.

Im Bereich der Alarmierung bricht eine neue Ära an: Im Juni geht die Alarmierung von der Polizei auf die Integrierte Rettungsleitstelle Fürstenfeldbruck über.

 

Rodung Grundstück für Feuerwehrhaus

Die aktive Mannschaft der Feuerwehr Eichenau rodet in Eigenleistung um Kosten zu sparen in über 5000 Stunden Arbeit das gesamte Grundstück für den Neubau. Weiter werden alle bestehenden Gebäude abgerissen, sowie 240t Wurzelstöcke kostenlos über Beziehungen durch die Feuerwehr zu einer Münchner Kompostierfirma kostenlos entsorgt.

2008

Neubau Feuerwehrhaus - Juni 2008

Am 17.06.2008 war es schliesslich soweit. Bürgermeister Hubert Jung lud zum Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus an der Tannestraße. Unter den Gästen waren neben der Führung der Feuerwehr Eichenau, das Architekturbüro Sütfels aus Germering, die Bauverwaltung der Gemeinde Eichenau, das BRK Eichenau, sowie Vertreter der Presse.

Errichtung Bautafel für Neubau

Voller Stolz, errichten Mitglieder der FF Eichenau eine Bautafel für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Tannestraße.

2009

 Grundsteinlegung NFH

06.03.2009 Zahlreiche Gemeinderäte, Partnerfeuerwehren sowie Ehrengäste folgten der Einladung der Feuerwehr Eichenau zur Grundsteinlegung am neuen Feuerwehrhaus an der Tannenstr.12

Richtfest NFH

19.06.2009  Es ist sowiet:Richtfest in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Vertretern der Gemeinde, Politik, sowie der Feuerwehr Eichenau mit der BRK Bereitschaft Eichenau und beteiligten Handwerkern.

 2010

In der Jahreshauptversammlung werden die Kommandanten neu gewählt, Achim Schweigstetter wird wieder zum ersten Kommandant der Feuerwehr Eichenau gewählt, sein stellvertreter wird Andreas Cappallo.

 

Umzug neues Feuerwehrhaus

02.08.2010 - 12.08.2010

Nach über 10 Jahren Planung, sowie 2 Jahre Bauzeit ist es soweit! Umzug in das neue Feuerwehrgerätehaus an der Tannenstr. 12

Dieselgabelstapler FFE

Beschaffung eines neuen Diesel-Staplers des Herstellers Jungheinrich, für das neue Rüstregallager und den Aussenbereichen Feuerwehr, Bauhof.

LKW - Kran FFE

Der Landkreis Fürstenfeldbruck stationiert im neuen Feuerwehrgerätehaus Eichenau, einen LKW mit Ladekran für das angrenzende Notfalllager.

 

Festumzug ins neue Feuerwehrgerätehaus

28.10.2010

Durch den Feuerwehrverein Eichenau wird ein großer Festumzug vom alten ins neue Feuerwehrgerätehaus an der Tannenstr.12 organisiert. Von heute an, rückt die Feuerwehr Eichenau von Ihrem neuen Standort an der Tannenstraße aus.

 2011

 Einweihung NFH

28.05.2011

Die Bürgermeister der Gemeinde Eichenau Hubert Jung, lädt zur offiziellen Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Tannenstr.12 ein. Über 200 Ehrengäste folgten der Einladung.

Kreisfeuerwehrtag 2011

Die Feuerwehr Eichenau organisiert zur Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses einen großen Tag der offenen Tür mit Kreisfeuerwehrtag des Landkreis Fürstenfeldbruck.

Die Firma ALDI Süd stellt der Feuerwehr Eichenau einen großteil Ihrer Aussenflächen zur Verfügung. Es kommen über 2500 Besucher aus den verschiedensten Landkreisen.

2012

Mobiler Großlüfter FF Eichenau 

Durch eine großzügige Spende der Fa. ALDI SÜD, konnte die Feuerwehr Eichenau einen mobilen Großlüfter der Fa. LEADER mit einer Leistung von 104000m³ beschaffen.

Der in die Jahre gekommene Ölschadensanhänger wird durch drei weitere Rollwägen ersetzt. Auch die Ausstattung wird erweitert.

2013

Hochwasser 2013Hochwasser 2013, Errichtung von Kiesdämmen

Die Gemeinde Eichenau erlebt das mit schlimmste Hochwasser am Starzelbach in der Geschichte Eichenaus. Die Feuerwehr Eichenau ist 14 Tage mit über 500 Einsätzen beschäftigt. In Eichenau werden 21 Feuerwehren aus dem Landkreis FFB, sowie ein Hilfeleistungskontignet aus dem Landkreis Landsberg eingesetzt. Besonders beeindruckend war die große Hilfsbereitschaft der Eichenauer Bürger, wie z.B beim füllen von Sandsäcken. Große Untersützung bekamm die Gemeinde Eichenau durch das Notfalllager des Landkreis FFB mit Sandsäcken und Material für den Dammbau am Starzelbach, sowie dem Rodelberg an der Meisenstraße. Erstmals wurde das BEAVER- Hochwasserschutzsystem eingesetzt und konnte großen Schaden verhindern.

2014

ELW 1 FF Eichenau

Die Feuerwehr Eichenau, kann Ihr Mehrzweckfahrzeug aus dem Jahre 1996 durch einen neuen ELW 1 ersetzen. Das Fahrgestell wird wieder ein Mercedes Benz Sprinter, mit Ausbau der Fa. Furtner & Ammer aus Landau an der Ísar.

Bei der Jahreshauptversammlung stehen Neuwahlen des Vereins an. Alexander Handelshauser wird 1. Vorstand des Feuerwehrverein, Josef Spiess sein Stellvertreter.

 

BEAVER Hochwasserschutzsystem

Erweitert wurde ebenfalls das bei Hochwasser bewährte BEAVER-Hochwasserschutzsystem. Es wurden weitere 200m Dammsystem beschafft.

Der Gemeinderat befürwortet erstmals mit großer Mehrheit, die Stelle für einen hauptamtlichen Gerätewart für die Feuerwehr Eichenau.

 2015

Nachdem Achim Schweigstetter als 1. Kommandant aus beruflichen Gründen zurücktritt, wird Christian Weber mit großer Mehrheit zum neuen 1. Kommandanten der Feuerwehr Eichenau gewählt.

MTW FF Eichenau

Durch eine größzügige Spende des Feuerwehrverein Eichenau, kann die Gemeinde Eichenau den Fuhrpark mit einem MTW Manschafttransportfahrzeug erweitern. Dieser soll für Ausbildung, Verein sowie Fahrten mit der Feuerwehrjugend genützt werden. Auch zum Transport von Einsatzkräften ist dieser bestens geeignet. Als Basisfahrzeug wurde ein Ford Custom mit 8 Sitzplätzen gewählt. Den kompletten Ausbau fertigte wie bereits den neuen ELW 1 die Fa. Furtner & Ammer aus Landau an der Isar.

 2016

Bei den Neuwahlen der Kommandanten, wird Christian Weber wieder zum 1. Kommandanten der Feuerwehr Eichenau gewählt. Sein stellvertreter wird Markus Handelshauser.

 

Wechselladerfahrzeug LKR FFBAbrollmulden LKR FFBDer Landkreis Fürstenfeldbruck ersetzt den alten Kipper durch einen neues Wechselladerfahrzeug mit diversen Abrollcontainern. Diese wurden für des angrenzende Landkreis Notfalllager beschafft und in Eichenau stationiert. Die Feuerwehr Eichenau stellt hierfür 15 Maschinisten mit spezieller Ausbildung zur Verfügung.

 2017

Das mobile Rollwagen - Konzept für den V-LKW wird erweitert. Es werden weiter Rollwägen mit Beleuchtung/Strom sowie Wasserschaden beschafft.

   

 

 

 

Quellen:

  • Protokolle des Schriftführers Hans Wirner über Sitzungen aus den Jahren 1921-1933

  • Dienstbuch der Feuerlöschpolizei Eichenau 1942-1945

  • Bericht an die Luftschutzleitung über Einsätze der Feuerwehr Eichenau 1942-1945

  • Luftschutz-Kriegstagebuch der Gemeinde Alling-Eichenau 1940-1945

  • Div. Urkunden u. Schriftwechsel aus den 30´er und 40´er Jahren

  • Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum der FF - Eichenau

  • Materialsammlung und Bildchroniken des Kameraden Manfred Dietrich

  • Eichenau, Geschichte der Gemeinde, 1846-1998, Hrsg. Förderverein Pfefferminzmuseum e.V.

 

A.Schweigstetter, Stand April 2017

 

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